Geschichte:

Die Zinkhüttensiedlung wurde im Jahr 1957 erbaut:

 

 

 

 

 

 

 Aus den Archiven der ehemaligen ATH:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Auf unsere Geschichte sind wir stolz. Nach dem wir Mieter vom Zinkhüttenplatz uns im Jahr 2011 zusammen geschlossen hatten und eine Bürgerinitiative gegen den Bau des FOC ( Factory Qutlet Centers ) zu kämpfen, um so den Erhalt unserer Wohnungen vor dem Abriss zu retten, was wir nach langen viereinhalb Jahren geschafft haben , wurde die BI aufgelöst da sie den Zweck erfüllt hat.

Nun da immeo die Siedlung veräußern will  ( Gespräche und Verhandlungen ) mit der Städtischen Gesellschaft Gebag sind im Gespräch, haben wir uns wiederum in der Mieterinitiative ZHP ( Zinkhüttenpark ) zusammen geschlossen, um unsere Siedlung weiterhin in die Zukunft zu begleiten und uns aktiv zu beteiligen.

Wir als Mieter möchten ein Mehrgenerationswohnen in unserer Siedlung sehen, in dem das ehemalige DRK Heim wieder mit einbezogen wird. Als Treffpunkt für die Mieter, eventuell eine stationäre Altenpflege, für gebrechliche oder demenzkranke Mieter,so das die Bewohner weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung leben können.

Nun da der Architekt Walter Brune die Siedlung für 15 Millionen gekauft hat und die Renovierungsarbeiten an den Häusern gestartet wurden, sehen wir voller Hoffnung in die Zukunft !

Wir würden uns freuen wenn endlich wieder junge Familien mit Kindern und /oder Studenten in die Siedlung ziehen.

  

 

Thomas Schleper (Hg.), Meilensteine der Denkmalpflege und Industriekultur

Eine Auslese zum 80. Geburtstag von Roland Günter

 >Einmischen und Mitgestalten< Eine Schriften-Reihe des Deutschen Werkbundes NW Band 25. Verlag der Heinrich-Heine-Buchhandlung (Essen 2016). Mit Beiträgen von: Thomas Schleper. Susanne Abeck. Walter Krämer. Gertrude Cepl-Kaufmann. Axel Föhl. Christoph Zöpel. Gudrun Escher. Kornelia Panek/Thomas Schleper. Karl-Heinz Rotthoff. Roland Günter (Schriftenverzeichnis).

 

Industrie und Landschaft – ein Paradox? Versuche einer Lösung – einst und jetzt.

Der Werkbund verbreitete in mehreren Phasen eine Zuversicht, die zu einer Vereinbarkeit von Naturverbundenheit und Industriearbeit tendierte.

Konkrete Beispiele dafür: Arbeiter-Siedlungen als Gartenstädte. Folkwang-Bauten in Hagen. Margarethenhöhe in Essen. Max-Taut-Viertel in Duisburg-Hamborn – als Landschaft und Bauten mit Bauhaus-Gestaltung. Nach 1945 wieder aufgenommen. Scharoun-Schule in Marl – als avantgardistische Bildungsstätte mit einer Dorfstruktur.

Zu diesen Werkbund-Bauten gehört auch die Siedlung Eisenheim in Oberhausen (1846-1903) und „das Blaue Haus der vielen Bücher“ (2004 von Bernhard Küppers). Roland und Janne Günter ließen es errichten: Mies van der Rohe in neuer Weise.

Dieses Buch spiegelt eine Synthese: Rund 50 Jahre sozialkulturelle denkmalpflegerische Arbeit.

Und ein Resumée erfüllten Lebens: Der Kulturhistoriker und Avangardist Roland Günter, Werkbund-Mitglied seit 1970, Reform-Vorsitzenden NW 2004-2012, Gesamt-Vorsitz 2010/2011, feiert seinen 80. Geburtstag – mitten in seiner historischen und aktuellen Wohn-Gemeinschaft und mit seinem ausgreifenden persönlichen Netzwerk.

Das Fest bewegt sich durch die Siedlung: im Volkshaus, in Garten-Wegen und Garten-Flächen und im Tonino Guerra-Park, vorbei an neuen poetischen Orten.

Es feiert auch die Orte des Festes. Einzigartig: Eisenheim wurde von seinen Rettern im besten Sinne des „Denk mal!“interpretiert: sowohl als Überlieferung seiner geretteten historischen Dimension wie auch als Herausforderung, sich weiter zu entwickeln. Unter Verzicht auf Zerstörung. Mit dem Motto: sinnhaft eingefügt und weiter entwickelt .

Uralt in der Mitte: Nachbarschaft. Dazu entstand auch ein Verein. Mit vielen Veranstaltungen. Darin: ein Chor des Musikmeisters Otto Beatus. Eisenheim als pluralistischer Treffpunkt von Intellektuellern, vor allem in der Bibliothek. Jährlich kommen 20 000 Besucher. Diskussionen. Nebenan entsteht ein Kreativ-Quartier.

Poetische Nachdenk-Orte. Auf 70 Text-Tafeln erzählen alte Bewohner. Zwei Parks gewidmet Tonino Guerra, dem genialen Drehbuchautor von Fellini und Antonioni. Und dem sozialkulturellen Anreger Robert Jungk.

Eisenheim ist ein „Leucht-Feld“ in Ruhr.

Wurde durch lange kontinuierliche Arbeit ein kleines „Weimar in Ruhr“geschaffen? Mit knappsten Mitteln. Selbst finanziert. Vision: Eisenheim ist über sich hinaus auch für die Welt ein Fokuspunkt.

 

Das Buch zum Fest: Thomas Schleper (Hg.), Roland Günter. Meilensteine der Denkmalpflege und Industriekultur. (Verlag der Heinrich Heine-Buchhandlung) Essen 2016. 150 S. Zahlreiche Abbildungen. Autoren: Walter Krämer. Christoph Zöpel. Axel Föhl. Gudrun Escher. Thomas Schleper. Kornelia Panek. Karl Heinz Rotthoff.